Erfolgreiche Kick-Off-Veranstaltung der Fokusgruppe Additive Fertigung von In|Die RegionRuhr

15 Aug

Erfolgreiche Kick-Off-Veranstaltung der Fokusgruppe Additive Fertigung von In|Die RegionRuhr

Additive Fertigung, Laser-Sintern oder schlicht 3D-Druck: welches Schlagwort man auch nutzen möchte, Technologien zur direkten Fertigung metallischer Bauteile oder solcher aus Kunststoff werden seit Jahren als ein Megatrend der vierten industriellen Revolution gefeiert. Ist das nur ein Hype, hinter dem keine wirkliche Wertschöpfung steckt oder ist an dieser Euphorie wirklich etwas dran, von dem der Mittelstand in der RegionRuhr profitieren kann?

Diese Frage stand im Zentrum des ersten Treffens der Fokusgruppe „Additive Fertigung“, das Mitte August im Exzenterhaus Bochum stattfand. Ungefähr 20 Vertreter der heimischen Wirtschaft und der Wissenschaft waren gekommen, um die Inhalte und Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit der Fokusgruppe mit zu gestalten und ihren persönlichen Standpunkt in die lebhafte Diskussion einzubringen. Befeuert wurde diese zunächst durch einen Impulsvortrag von Dr. Jens Pöppelbuß. Der frisch berufene Professor für Sales and Service Engineering an der Ruhr-Universität Bochum motivierte die Arbeit der gesamten Fokusgruppe mit einem Schlaglicht auf das „Ökosystem 3D Druck“, das im Ruhrgebiet anzutreffen ist. Die Inwertsetzung der Technologie mit all ihren Facetten stand dabei im Mittelpunkt, technische Aspekte wurden zunächst bewusst ausgespart. „Es geht uns weniger darum, welche konkrete Apparatur für das Selektive Laserschmelzen oder andere Additive Fertigungsverfahren nun im speziellen Fall eingesetzt wird, sondern darum, mit der Technologie Geld zu verdienen“, so Dr. Peter-Christian Zinn, betreuender Innovationscoach der Fokusgruppe, zur grundsätzlichen Zielrichtung.

Ganz in diesem Sinne wurde anschließend auch rege diskutiert, welche Geschäftsmodelle denn im Windschatten des Siegeszuges additiver Fertigungsverfahren gewinnbringend sein könnten. Um diese Diskussion auf ein solides Fundament zu stellen, wird die Fokusgruppe als nächsten Schritt Vertreter der führenden deutschen Hersteller von „3D-Druckern“ einladen, sowohl im metallischen als auch im Kunststoff-Bereich. Mit ihnen sollen die Needs der Branche besprochen und Möglichkeiten für eine verstärkte Kooperation in der RegionRuhr ausgeleuchtet werden. Zu diesem zweiten Treffen, das im Laufe des Oktober stattfinden soll, wird separat eingeladen werden. Alle Interessenten, die es nicht zum Kick-Off Treffen der Fokusgruppe geschafft haben, können sich nach wie vor an Dr. Zinn wenden: innovationscoach@regionruhr.de