ETABO 4.0 – Additive Fertigung bei der ETABO Energietechnik und Anla-genservice GmbH als Antwort auf neue Herausforderungen

06 Mrz

ETABO 4.0 – Additive Fertigung bei der ETABO Energietechnik und Anla-genservice GmbH als Antwort auf neue Herausforderungen

„Die Zukunft gestalten“ – So lautet die Devise des Projektes ETABO 4.0, das Teil des innovativen Geschäftsmodells der ETABO Energietechnik und Anlagenservice GmbH ist. Das Unternehmen ist seit 1974 im Bereich des Hochdruckrohrleitungsbaus sowie in technologisch anspruchsvollen Teilgebieten des Industrie- und Kraftwerksservices tätig. Bis zum Jahr 2010 konzentrierte sich das Unternehmen dabei ausschließlich auf den Kraftwerkbau. „Dass dieses Geschäftsmodell im Zuge der Energiewende keinen Bestand haben wird, haben wir früh erkannt und das Unternehmen einmal auf ‚links‘ gedreht“, erzählt Nicolas Korte, Geschäftsführer der ETABO GmbH.

Als die Industrie 4.0-Diskussion auch sein Unternehmen erreicht hat, stand die Frage im Raum, wie ETABO mit dem Thema umgeht und welche Veränderungen auf das Unternehmen zukommen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat Nicolas Korte beschlossen, einen außergewöhnlichen Ansatz zu verfolgen und das Thema in die Hand derer zu legen, die es in ihrem Berufsleben am meisten betreffen wird: die Auszubildenden und jüngeren Mitarbeiter der Firma.

Es entstand mit ETABO 4.0 ein innovatives Projekt, durchgeführt und geleitet von den unter 30-jährigen Mitarbeitern der ETABO GmbH, mit dem ein Einstieg in die additive Fertigung gefunden werden konnte, um zukünftig mit innovativen Produkten und Dienstleistungen konkurrenzfähig zu bleiben. Der Startschuss für das Projekt fiel im Frühjahr 2015 mit der Anschaffung eines 3D-Druckers für Kunststoffteile. Aufbauend auf den ersten Erfolgen sollten die 3D-Druck-Aktivitäten des Unternehmens deutlich ausgeweitet werden und insbesondere durch den 3D-Metall-Druck erweitert werden. „An dieser Stelle kam das Angebot des InnoScheck.RUHR wie maßgeschneidert. Vollkommen unbürokratisch bekamen wir die Möglichkeit, uns im Rahmen einer Technologieberatung damit auseinander zu setzen, wohin die Reise geht“, resümiert der Geschäftsführer. Durch In|Die RegionRuhr gefördert, erhielt die ETABO GmbH eine professionelle Beratung durch Herrn Prof. Dr. Alexander Pollack, Geschäftsführer der Co-MITT GmbH & Co KG in Köln. Im Fokus des InnoScheck.RUHR-Projektes stand die Vorbereitung einer Investitionsentscheidung. Lohnt sich der Aufbau einer eigenen additiven Fertigung für die ETABO GmbH?

Mithilfe der externen Expertise von Herrn Prof. Dr. Alexander Pollack konnte eine Berechnungsgrundlage erstellt werden, mit der der Return on Investment kalkuliert und der ideale Investitionszeitpunkt ermittelt werden kann. Additive Fertigung von Ersatzteilen für energietechnische Anlagen im eigenen Haus – das wäre für die ETABO GmbH ein großer Wettbewerbsvorteil und auch für ihre Kunden eine echte Bereicherung.